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Portugals Westküste

Ein Roadtrip im Mietwagen bringt uns von Lagos im Südwesten über den westlichsten Punkt Kontinentaleuropas über die Halbinsel Tróia, die Hauptstadt Lissabon, die Weltkulturerbestadt Sintra, die Wellenküste Nazarés bis nach Porto. Die portugiesische Westküste hat ein vielseitiges Gesicht – und hält viele spannende, interessante und wunderschöne Erlebnisse für uns bereit.

 

Kajaktour in Lagos

Mit dem Flugzeug geht’s von Nürnberg nach Faro. Für uns geht’s im Mietwagen direkt weiter nach Lagos, wo wir unsere erste Nacht verbringen. Lagos ist eine schöne südländische Hafenstadt mit großem Hafen, der vor allem abends zum Flanieren einlädt. Die Küste abseits des befestigten Hafengeländes zeichnet sich durch traumhafte Sandstrände zwischen meterhohen Klippen aus. Es gibt zahlreiche kleine Buchten, die über den Landweg erreichbar sind – und einige, die nur vom Meer aus erreichbar sind. Hier kann man mit etwas Glück komplett ungestört sein. Besonderes Highlight war für uns eine im Voraus gebuchte Hochsee-Kajaktour, bei der wir nach einer ca. 15-minütigen Bootsfahrt an der Steilküste entlangpaddeln. In Zweipersonen-Kajaks durchpaddeln wir zusammen mit ca. sechs anderen Booten und einem Guide zahlreiche vom Meer geflutete Höhlen und müssen gegen die Wellen anpaddeln – eine feuchtfröhliche Angelegenheit, die für den ein oder anderen Muskelkater gesorgt hat. Nach der Kajaktour besichtigen wir noch die Küste von oben – zusammen mit Palmen, Sonne und blauem Himmel sowie dem Meer bis zu Horizont ein traumhafter Anblick.

 

Westend Europas

 Von Lagos aus ging es im Mietwagen die Südküste entlang Richtung Westen. An der Küste Sagres finden sich zwei Foto-Spots, die unbedingt sein müssen: Das „Fortaleza de Sagres“ und „Farol do Cabo de Sao Vicente“. Fortaleza de Sagres ist eine große Befestigungsanlage auf einer exponierten Landzunge, die aus strategischen Gründen errichtet wurde – und heute einen Gang ans Ende der Welt erlaubt – oder zumindest wirkt das so, wenn man an der Steilküste steht, und nur noch Meer vor sich und rauen Stein hinter sich sieht. Ein paar Minuten mit dem Auto die Küste entlang – die Straßen werden abenteuerlicher – kommt man am westlichsten Punkt Kontinentaleuropas an. Hier offenbart sich eine ähnliche Szenerie: Ein einsamer Leuchtturm warnt den Schiffsverkehr vor der Landzunge, eine Steilküste trennt Festland von Ozean. Hier gibt es – neben einigen portugiesischen Imbissbuden – auch die „Letzte Bratwurst vor Amerika“ zu genießen, oder ein kleines, süßes Café am westlichsten Punkt Portugals.

 

Ländliches Portugal

Unsere Reise führt uns weiter in den kleinen Küstenort Arifana Strand, dessen Küste mit markanten Felswänden ein schönes Fotomotiv abgeben. Nach diesem kurzen Abstecher an den Strand geht es dann ab ins Landesinnere – was man vor allem daran merkt, dass die Straßen mehr zu Sträßchen werden, der Verkehr nachlässt und man aufgrund der Streckenführung angegebene Geschwindigkeitsbegrenzungen oftmals nur belächeln kann – weil es schier nicht möglich ist, in den engen Kurven so schnell zu fahren. Umso mehr Zeit bleibt einem bei dieser Fahrt, die komplett veränderte Landschaft zu bestaunen. Berge, Wälder, Oliven- und andere Plantagen ziehen an uns vorbei. Zusammen mit blauem, leicht bewölktem Himmel, angenehmer mediterraner Temperatur und guter Musik perfekt, um die Fahrt zu genießen.

 

Römerstadt Évora

Schließlich erreichen wir abends unsere nächste Unterkunft in Évora. Die Stadterkundung am nächsten Morgen bei bestem Wetter und sommerlichen Temperaturen zeigt uns dann, dass sich die lange Fahrt weg von der Küste auf jeden Fall gelohnt hat: Évora präsentiert sich als schöne, südländische Stadt mit römischem Einfluss, der auch heute noch zu sehen ist. Die restaurierten Gassen, die weißen Häuser, das Kopfsteinpflaster, die Cafés und Kneipen, die vielen Bögen, der Templo Romano (eine Ruine eines römischen Tempels), die Kathedrale ganz in weiß und einem außergewöhnlichen Baustil, die kleinen Parks und die Hügellage mit entsprechendem Ausblick. All das hat den kleinen Spaziergang durch die Römerstadt in Portugal wunderschön gemacht. Und: Aufgrund der überschaubaren Größe der Altstadt ist diese wunderbar in wenigen Stunden zu Fuß erkundbar.

 

Halbinsel Troia

Nach diesem Abstecher ins Landesinnere geht es für uns zurück an die Küste und wir genehmigen uns eine kleine Auto-Pause in einem Hotel auf der Landzunge Troia, in Sichtweite zur Stadt Setúbal gelegen. Bei bestem Wetter genießen wir hier Pool, Strand und die Halbinsel, bevor es dann mit der kleinen Fähre nach Setúbal geht, wo unser Roadtrip nach einer kurzen Stadtbesichtigung der Küstenstadt weitergeht.

 

 

Portugals Hauptstadt: Lissabon

Nach einer kurzen Fahrt erreichen wir auch schon das nächste Etappenziel: Lissabon. Die portugiesische Hauptstadt liegt an einem Meeresarm, der weit ins Landesinnere ragt. Wir fahren über eine der zwei großen Brücken in die Stadt ein. Schnell zeigt sich: Lissabon ist, im Gegensatz zu allen bisher befahrenen Städten, eine echte Großstadt. Auch bezüglich des Verkehrs. Im Hotel angekommen, bleibt deswegen das Auto für die kommenden Tage stehen und wir steigen auf den ÖPNV um – oder gehen zu Fuß auf die Suche nach den schönsten Flecken dieser Stadt, die so anders als viele andere Hauptstädte ist.

Die meisten Sehenswürdigkeiten Lissabons befinden sich in der Altstadt und sind bestens zu Fuß erreichbar. Für den Rest ist das gut ausgebaute Netz an Straßenbahnen und Metro (U-Bahn) perfekt. Direkt am Wasser findet sich der „Praca do Comércio“, ein schöner, großer Platz mit Regierungs- und Geschäftsgebäuden. Der „Arco da Rua Augusta“ bildet den Eingang in die Altstadt – und ein beliebtes Fotomotiv. Die Kathedrale „Sé de Lisboa“ ist ein schönes altes Bauwerk mit kreuzförmigem Grundriss – und auch von innen durchaus sehenswert. Der Straße bergauf folgend ergibt sich ein schöner Blick über die Dächer Lissabons auf den Meeresarm. Für eine lange Warteschlange sorgt der durch seine besondere Bauform auffallende Aufzug, der „Elevador de Santa Justa“: Freistehend in einer der kleinen Gassen ragt der Turm in die Höhe, um die Menschen auf den deutlich höher gelegenen Teil hinter dem Aufzug zu bringen – Lissabons Altstadt ist teilweise extrem hügelig, was dazu führt, dass man, auf der einen Seite in ein Haus auf Bodenniveau hineingegangen, erst drei Stockwerke nach oben muss, um es auf der anderen Seite ebenfalls auf Straßenniveau verlassen zu können. Dementsprechend finden sich auch Rolltreppen und Aufzüge, um diese Niveauunterschiede zu überwinden. Ebenfalls sehenswert ist die „GAU“ – eine kleine Gasse, die der Graffiti-Szene der Stadt als Leinwand zur Verfügung gestellt wurde. Neben den ausgefallenen Kunstwerken der Sprayer sind vor allem die – aufgrund der Steigung – verkehrenden Zahnradbahnen etwas Besonderes: Die Kabinen sitzen schräg auf dem Fahrgestell, um die Steigung auszugleichen.

Etwas abseits der Altstadt gelegen ist der „Parque Eduardo VII“, ein großer, auf einem Hügel gelegener Park, der auch von vielen Lissabonnern für Sport und Spaziergänge genutzt wird und teils als Veranstaltungsgelände dient – wie bspw. bei unserem Besuch für die RED BULL Seifenkistenrallye. Hier lohnt es sich, vorher einmal den städtischen Terminkalender zu checken!

Ebenfalls etwas abseits liegt der Küste Richtung Landesinnere folgend die „Estacao do Oriente“ – ein Bahnhof, der für seine außergewöhnliche Architektur bekannt ist und definitiv einen Besuch wert ist. Außerdem gibt es hier den Nordbahnhof der Lissabonner Seilbahn, mit der man über die Stadt fahren kann – wer etwas mehr Zeit hat, kann so einen interessanten Blick auf die Großstadt bekommen! 

 

 

 

 

Pflicht ist auf jeden Fall das auf einem Berg mitten in der Altstadt gelegene „Castelo de Sao Jorge“, eine alte Burg mit großem Außengelände. Durch ihre exponierte Lage bietet die Festung einen atemberaubenden Blick über die Stadt hinab bis auf den Meeresarm, die Brücken und den „Torre de Belem“. Der etwas außerhalb gelegene, historische Verteidigungsturm ist ein bekanntes Fotomotiv und zeigt nochmals die besondere Architektur des alten Lissabons. Nach einem kurzen Fußmarsch besichtigen wir noch den „Jardim da Praca do Império“, direkt vor dem gotischen Kloster „Mosteiro dos Jerónimos“ gelegen, welches Weltkulturerbe ist und den kleinen Zwischenstopp auf jeden Fall wert ist.  Der Turm direkt am Meeresarm gelegen ist der erste und letzte Punkt, den wir in Lissabon selbst mit dem Auto anfahren – um danach unsere Fahrt fortzusetzen.

 

 

Schlösserregion Sintra

Wir verlassen Lissabon in nordwestliche Richtung und steuern als nächstes Sintra an. Die Stadt und Region sind bekannt für ihre vielen Schlösser, Burgen und die malerische Berglandschaft. Nach einer Besichtigung Sintras machen wir uns auf den Weg zum Romantikschloss Pena, im gleichnamigen Park gelegen. Wir entscheiden uns für den Weg zu Fuß, den wir – zugegebenermaßen – etwas unterschätzt hatten. Wir schaffen die Wanderung durch die bergige Landschaft aufgrund des guten Wetters etwas verschwitzt und können den etwas surrealen Anblick danach umso mehr genießen: Auf einem Berggipfel steht ein Schloss. Aber kein Schloss wie Neuschwanstein, nein. Ein Schloss, das – zumindest von der Farbgestaltung her von einem Kindergartenkind stammen könnte: Kunterbunt, verspielt, aber dennoch majestätisch. Nach diesem Anblick bietet sich außerdem beim Begehen der Anlage ein atemberaubender Blick ins Tal. Den Weg zurück zum Auto treten wir dann mit dem Bus an.

 

Rekordwellen & Surferparadies

Nächster Halt: Nazaré. Bekannt für seine Rekordwellen ist die Küste bei Surfern sehr beliebt. Auch wenn wir mit Anfang September nicht zur optimalen Wellenzeit vor Ort sind, lassen uns die Wassermassen, die hier auf den Strand treffen, staunen. Nicht vorzustellen, welche Gewalt die Rekordwellen erst haben mögen! Unbedingt beachten: An diesem Strand herrscht absolutes Badeverbot! Den Surfern kann man aber bestens vom Strand aus zuschauen – oder selbst surfen gehen, wenn man Erfahrung hat.

Finales Ziel: Porto

Mit einem kleinen Stopp in Aveiro, dem portugiesischen Venedig, machen wir uns auf den Weg zu unserem Ziel: Porto. Die Großstadt liegt ebenfalls an der Westküste. Wir erkunden die schöne Altstadt mit den vielen alten Kirchen, Gassen und schönen Häusern, die kleinen Cafés und begehen bei Nacht die „Ponte Luís I“, eine Brücke die den Duoro, einen breiten Fluss, der die Stadt durchteilt, überquert. Hier bietet sich ein wunderschöner Blick auf die an den Flussufern hangaufwärts gebauten Häuser.

In Porto endet unser Roadtrip. Wir kehren mit zahlreichen Erinnerungen und unzähligen, wunderschönen Fotos aus einem Land zurück, das wir auf seine ganz eigene Art kennenlernen durften. Portugal besticht durch seine Vielseitigkeit. Gerne beraten wir Sie gerne und geben Ihnen den ein oder anderen Geheimtipp, der hier noch unerwähnt geblieben ist. Kommen Sie vorbei, wir freuen uns darauf, Ihnen einen mindestens genauso schönen, erlebnisreichen und unvergesslichen Urlaub in Portugal zu ermöglichen, wie wir ihn hatten.

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